Napoleonspektakel 2006

Im Oktober des Jahres 1806 zog Napoleon auf seinem Weg nach Jena- Auerstedt durch Lobenstein. Fast 200 000 Soldaten zogen drei Tage lang durch unsere Stadt und brachten Not und Sorgen über die Bevölkerung. Hier fanden zwar keine Kämpfe statt, weil das Fürstentum Reuss "neutral" war, doch die Einquartierungen, Verpflegungsversorgung und teilweise Plünderungen sorgten für Probleme und Elend. Bis zu zehn Jahren dauerte die Beseitigung der Schäden.

Am 24.6.2006 stellten Schützenvereine, die Theatergruppe des Gymnasiums (Leitung Johannes Heyl) und die Schüler der 11. Klassen des Gymnasiums den Einzug Napoleons nicht ganz historisch exakt nach.

Im Abschnitt Bildergalerie finden Sie dazu einige schöne Auszüge. Mit einem Theaterstück wird der Empfang der Truppen und der Befehlshaber gezeigt. Viele historische Anekdoten würzten die Dialoge. Spöttisch und ironisch, aber auch sehr ernsthaft wird das Zeitgeschehen betrachtet. Anschließend rücken die Preußen ein. Kapitulationsverhandlungen scheitern. Es kommt zur Schlacht.

8 Kanonen, 20 Böller und viele Vorderlader veranstalten nun hautnah für die etwa 1400 Zuschauer ein atemberaubendes Spektakel. Etwa 12 Minuten lang wird geböllert, fast 300 Schuss gehen los. Die Kulisse ist beeindruckend, sicher entfernt und doch direkt dabei, mitten im Qualm der Böller, der Schall wird durch die Örtlichkeit noch leicht verstärkt. Noch Monate später erzählt man sich in Bad Lobenstein noch von diesem Schauspiel. Anschließend geht es zum Festplatz des 17. Bad Lobensteiner Schützenfestes, wo Preußen und Franzosen im Festzelt wieder ganz friedlich ihr Bier genießen.